Fruchtsäuren

Eigenschaften
-
Lösen die oberste Hornschicht
-
Wasserlöslich, wirken an der Oberfläche
-
Glykolsäure bis 4 %, Milchsäure bis 2,5 %
-
Der pH-Wert entscheidet mit
INCI-Bezeichnungen
-
Glycolic Acid
-
Lactic Acid
-
Ammonium Lactate
-
Malic Acid
-
Tartaric Acid
Wird verwendet in
Wenn ein Peeling die Haut nicht abschmirgelt, sondern löst, stecken Fruchtsäuren darin. Sie sind die sanftere Hälfte der Peelingfamilie — und die Frage „welche nehme ich“ hat eine erstaunlich klare Antwort.
Wie Fruchtsäuren wirken
Fruchtsäuren, in der Fachsprache AHA für Alpha-Hydroxysäuren, schwächen die Verbindungen zwischen den abgestorbenen Zellen der Hornschicht. Die oberste Schicht löst sich dadurch ab, ohne dass mechanisch gerieben werden muss.
Die beiden wichtigsten sind Glykolsäure, ursprünglich aus Zuckerrohr, und Milchsäure, die bei der Milchsäuregärung entsteht. Glykolsäure hat das kleinere Molekül und dringt etwas tiefer ein; Milchsäure bleibt oberflächlicher und bindet zusätzlich Feuchtigkeit. Deshalb gilt Milchsäure als die mildere der beiden.
Fruchtsäure oder Salicylsäure
Das ist die häufigste Frage bei Peelings, und der Unterschied liegt in einer einzigen Eigenschaft: Fruchtsäuren sind wasserlöslich, Salicylsäure ist fettlöslich.
Daraus folgt alles Weitere. Fruchtsäuren arbeiten flächig auf der Hautoberfläche — gut bei stumpfem Hautbild, Trockenheitsschüppchen und ungleichmässiger Struktur. Salicylsäure kommt durch den Talg in die Pore hinein und ist deshalb die Wahl bei unreiner Haut und Mitessern.
Am Fuss ist die Aufteilung eine andere: Dort ist Salicylsäure das Mittel für die feste, klar abgegrenzte Hornhautstelle, Fruchtsäuren glätten die flächige, raue Haut. Und Urea macht als Drittes die Hornschicht überhaupt erst weich.
Konzentration und pH — beides zählt
Bei Fruchtsäuren reicht die Prozentangabe allein nicht aus. Eine Säure wirkt nur, solange sie auch als Säure vorliegt; ist die Rezeptur zu hoch gepuffert, passiert wenig. Deshalb gehören Konzentration und pH-Wert zusammen.
Der wissenschaftliche Ausschuss der EU nennt für Produkte, die auf der Haut bleiben, bis 4 Prozent Glykolsäure bei einem pH ab 3,8 und bis 2,5 Prozent Milchsäure bei einem pH ab 5 als sicher für Verbraucherinnen. Was darüber liegt, gehört in professionelle Hände.
Das erklärt, warum ein Peeling aus dem Handel anders wirkt als eine Behandlung im Kosmetikinstitut — und warum ein Produkt mit „20 Prozent AHA“ aus dem Internet keine gute Idee ist.
Wo Fruchtsäuren im Sortiment vorkommen
Im Fusspeeling und in der Gesichtsreinigung, dort vor allem in den koreanischen Linien. Dazu in Gesichtsmasken und im Gesichtsserum.
Eine verbreitete Annahme
„Je stärker es brennt, desto besser wirkt es.“ Das stimmt nicht. Ein kurzes Prickeln ist bei Fruchtsäuren normal, anhaltendes Brennen ist ein Zeichen, dass die Haut überfordert ist. Wer über die Reizschwelle geht, schädigt die Barriere — und eine geschädigte Barriere macht das Hautbild schlechter, nicht besser.
Worauf Sie achten sollten
Fruchtsäuren erhöhen die Lichtempfindlichkeit. Sonnenschutz am Tag danach ist deshalb kein Zusatz, sondern Teil der Anwendung.
Nicht am selben Abend mit Retinol kombinieren — das ist für die Haut zu viel auf einmal. Bewährt hat sich, die beiden auf verschiedene Tage zu legen.
Zwei bis drei Anwendungen pro Woche genügen. Täglich peelen heisst, der Haut die Zeit zu nehmen, die sie zum Nachbauen braucht.
Auf gereizter, sonnenverbrannter oder eingerissener Haut haben Fruchtsäuren nichts zu suchen.
Häufige Fragen
Fruchtsäure oder Salicylsäure — was passt zu mir?
Warum steht bei Fruchtsäuren oft ein pH-Wert dabei?
Wie oft darf ich mit Fruchtsäure peelen?
Was ist der Unterschied zwischen Glykolsäure und Milchsäure?
Brauche ich danach Sonnenschutz?
Gesuchtes Produkt nicht gefunden? Schreiben Sie uns.
bestellwert
Zahlung
Kunden
