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Handcreme


Hände trocknen schneller aus als der Rest der Haut: Der Handrücken hat kaum Talgdrüsen, und jedes Händewaschen entfernt einen Teil des Fettfilms. Welche Creme passt, hängt vom Zeitpunkt ab — leichte Texturen für tagsüber, weil sie sofort einziehen, reichhaltige für die Nacht.

Bei gereizter oder rissiger Haut lohnt der Blick auf duftstofffreie Rezepturen mit Urea, Panthenol oder Sheabutter — Duftstoffe sind dort ein häufiger Auslöser.

Handcremes für trockene und rissige Hände

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Warum Hände so schnell austrocknen

Die Haut am Handrücken ist dünn und hat nur wenige Talgdrüsen — sie kann den Fettfilm also kaum selbst nachbilden. Gleichzeitig sind die Hände das, was am häufigsten mit Wasser, Reinigungsmitteln und Desinfektionsmitteln in Kontakt kommt. Beides löst Lipide aus der Hornschicht, und mit jedem Waschen geht ein Stück Schutzfilm verloren.

Dazu kommt die Jahreszeit: Kalte Luft aussen, trockene Heizungsluft innen, und der Wechsel dazwischen. Deshalb sind rissige Hände im Winter kein Zufall, sondern die Regel.

Was die Inhaltsstoffe tun

Eine gute Handcreme arbeitet auf zwei Ebenen gleichzeitig:

  • Feuchtigkeit binden — Glycerin und Urea ziehen Wasser an und halten es in der Hornschicht. Urea ist in Handcremes meist niedriger dosiert als in der Fusspflege, weil die Haut hier dĂĽnner ist.
  • RĂĽckfetten und abdichten — Sheabutter, pflanzliche Ă–le und Wachse ersetzen die ausgewaschenen Lipide und bremsen den Wasserverlust.

Dazu kommen beruhigende Stoffe wie Panthenol und Allantoin, die bei gereizter Haut sinnvoll sind, sowie Ceramide, die zum natürlichen Aufbau der Hautbarriere gehören.

Bei Duftstoffen gilt: Sie machen die Anwendung angenehmer, sind aber auf gereizter oder rissiger Haut ein häufiger Auslöser von Reizungen. FĂĽr diesen Fall gibt es neutrale Rezepturen. Marken mit Schwerpunkt Naturkosmetik in dieser Kategorie sind CMD Naturkosmetik, Peclavus und Remmele’s Propolis.

Welche Textur wann

Tagsüber und im Beruf zählt, dass die Creme sofort einzieht und keine Spuren auf Tastatur, Werkzeug oder Papier hinterlässt — dafür sind leichte Texturen und Schaumcremes gedacht.

Abends darf es reichhaltig sein: Eine dicke Schicht vor dem Schlafen wirkt über Nacht ungestört, und Baumwollhandschuhe darüber verstärken den Effekt deutlich. Für zwischendurch gibt es Handmasken als Tuchkur, die 15 bis 20 Minuten einwirken.

Wer im gleichen Aufwasch die Füsse mitpflegen möchte: Es gibt kombinierte Hand- und Fusscremes. Für ausgeprägte Hornhaut ist eine Fusscreme mit höherem Urea-Anteil trotzdem die bessere Wahl.

Was mehr hilft als jede Creme

Drei Gewohnheiten bringen mehr als ein Produktwechsel:

Lauwarm statt heiss waschen. Heisses Wasser löst deutlich mehr Fett aus der Haut als warmes.

Direkt nach dem Waschen eincremen. Auf der noch leicht feuchten Haut wird das Wasser eingeschlossen, statt zu verdunsten. Das Zeitfenster ist kurz — eine Minute, nicht zehn.

Handschuhe. Bei Haushaltsarbeiten mit Reinigungsmitteln und bei Kälte draussen. Das ist der wirksamste einzelne Schritt und der, der am seltensten befolgt wird.

Wenn die Haut nicht zur Ruhe kommt

Rissige Fingerkuppen, die immer wieder aufplatzen, nässende oder juckende Stellen, kleine Bläschen an den Handflächen: Das ist mehr als trockene Haut und gehört dermatologisch abgeklärt. Ein Handekzem hat andere Ursachen als Feuchtigkeitsmangel und braucht eine andere Behandlung.

Bei Diabetes lohnt der Blick auf die entsprechende Kennzeichnung, und Veränderungen an den Händen — schlecht heilende Stellen, Taubheitsgefühl — gehören ärztlich beurteilt.

Häufige Fragen

Warum sind meine Hände trotz Handcreme trocken?

Meist wegen der Menge und des Zeitpunkts, nicht wegen des Produkts. Cremen Sie direkt nach jedem Händewaschen, solange die Haut noch leicht feucht ist — dann wird das Wasser eingeschlossen. Wer morgens einmal cremt und die Hände danach zehnmal wäscht, beginnt jedes Mal von vorn. Lauwarmes Wasser und Handschuhe bei der Hausarbeit machen oft den grösseren Unterschied.

Wie oft sollte man die Hände eincremen?

Nach jedem Waschen und zusätzlich abends. Eine Obergrenze gibt es nicht, Handcreme lässt sich nicht überdosieren. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Regelmässigkeit — und für die Nacht eine reichhaltigere Textur als für tagsüber.

Was hilft bei rissigen Fingerkuppen?

Reichhaltige, rückfettende Cremes mit Panthenol oder Sheabutter, abends dick aufgetragen und mit Baumwollhandschuhen abgedeckt. Platzen die Kuppen immer wieder auf, nässen oder jucken sie, steckt oft ein Handekzem dahinter — das gehört dermatologisch abgeklärt und braucht eine andere Behandlung als Pflege.

Wie viel Urea sollte in einer Handcreme sein?

Deutlich weniger als in der Fusspflege. Die Haut an den Händen ist dünner und reagiert empfindlicher, weshalb Handcremes meist im niedrigen einstelligen Bereich bleiben. Hohe Urea-Anteile gehören auf Hornhaut an Ferse und Ballen, nicht auf den Handrücken.

Pflegt Handcreme auch die Nägel?

Teilweise. Wer beim Eincremen den Nagelfalz mitnimmt, tut der Nagelhaut etwas Gutes. Gezielter arbeitet ein Nagelöl: Es ist auf die Nagelplatte und den Hautrand abgestimmt und zieht dort besser ein als eine Creme.

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