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Körperpflege


Körperpflege beginnt beim Duschen, nicht danach. Heisses, langes Duschen löst Fett aus der Hornschicht — was danach eingecremt wird, gleicht vor allem das wieder aus. Sinnvoll ist deshalb beides: mild und lauwarm reinigen, und die Pflege auf die noch leicht feuchte Haut auftragen.

Welche Textur passt, hängt vom Hautzustand ab, vom Sommer- oder Winterhalbjahr und davon, wie schnell es gehen muss.

Duschpflege, Lotionen und Sonnenschutz

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Was beim Duschen passiert

Die Hornschicht ist von einem dünnen Fettfilm überzogen, der sie geschmeidig hält. Warmes Wasser und Tenside lösen ihn — je heisser und je länger, desto gründlicher. Das erklärt, warum Haut nach einem langen heissen Duschgang zuerst sauber und kurz darauf spannend wirkt.

Praktisch heisst das: lauwarm statt heiss, kurz statt ausgedehnt, milde Waschlotionen statt stark schäumender Produkte. Wer zu trockener Haut neigt, muss nicht täglich den ganzen Körper einseifen — Achseln, Füsse und Leiste genügen meist.

Der Moment danach

Das kurze Zeitfenster nach dem Duschen ist der wirksamste Teil der Körperpflege: Auf der noch feuchten Haut schliesst eine Lotion das Wasser ein, statt es verdunsten zu lassen.

Welche Textur passt, entscheiden Fläche und Jahreszeit. Leichte Lotionen ziehen schnell ein und eignen sich für den Sommer, reichhaltige Cremes und Körperöle für den Winter und sehr trockene Haut. Schaumcremes stehen dazwischen: ergiebig, schnell verteilt, ohne Fettfilm.

Trockene, juckende und gereizte Haut

Trockene Haut ist selten nur ein Wassermangel. Meist fehlen der Hornschicht die Lipide, die das Wasser halten. Wirksame Rezepturen arbeiten deshalb auf zwei Ebenen: Feuchthaltestoffe wie Glycerin oder Urea binden Wasser, rückfettende Bestandteile bremsen den Verlust. Panthenol und Allantoin nehmen gereizter Haut zusätzlich die Spannung.

Bei empfindlicher Haut lohnt der Blick auf duftstofffreie Rezepturen; zertifizierte Naturkosmetik führen unter anderem CMD Naturkosmetik und Peclavus.

Hält der Juckreiz an oder kehrt er immer wieder, ist das kein Pflegethema mehr: Neurodermitis, Ekzeme und Schuppenflechte gehören dermatologisch abgeklärt.

Sonnenschutz richtig anwenden

Der häufigste Fehler ist nicht der falsche Lichtschutzfaktor, sondern die Menge. Der angegebene Faktor wird im Labor mit einer Auftragsmenge ermittelt, die im Alltag kaum jemand erreicht — für den ganzen Körper eines Erwachsenen sind 3 bis 4 Esslöffel nötig. Wer dünner aufträgt, hat effektiv weniger Schutz als auf der Flasche steht.

Dazu das Nachcremen: nach dem Baden, nach dem Abtrocknen und nach starkem Schwitzen, auch bei wasserfesten Produkten. Und der unangenehme Teil: Kein Sonnenschutz macht unbegrenztes Sonnenbaden unbedenklich — Schatten, Kleidung und das Meiden der Mittagsstunden wirken zuverlässiger als jede Creme.

Wundscheuern: wo es passiert und was hilft

Wundscheuern entsteht überall dort, wo Haut auf Haut oder Haut auf Textil reibt — und feuchte Haut reibt stärker als trockene. Je nach Aktivität und Kleidung trifft es unterschiedliche Stellen:

  • Innenseite der Oberschenkel — der Klassiker im Sommer und auf langen Gehstrecken.
  • Achseln — beim Laufen und Wandern, oft durch Nähte im Shirt.
  • Unter der Brust — bei Wärme und beim Sport, verstärkt durch Bügel und Bänder.
  • Gesäss und Sitzbereich — beim Radfahren und Reiten.
  • Füsse — hier heisst das Ergebnis meist Blase, entsteht aber genauso durch Reibung.

Für Oberschenkel, Achseln und den Bereich unter der Brust sind Sticks am praktischsten, weil sie ohne Rückstände an den Händen aufzutragen sind — etwa der Summersaver Anti-Wundreib-Stick Woman oder die Sport-Variante. Für den Sitzbereich beim Radfahren lässt sich die Sixtus Sport Gesässcreme grossflächiger verteilen. An den Füssen beugt der Peclavus Hautschutz Stick Blasen an bekannten Druckstellen vor, als Balsam-Alternative gibt es den Sixtus Sport Fussbalsam.

Entscheidend ist der Zeitpunkt: aufgetragen wird vor der Belastung auf saubere, trockene Haut — nicht erst, wenn die Stelle brennt. Bei langen Einheiten lohnt das Nachlegen in der Pause. Ist die Haut bereits offen, gehört sie sauber und trocken gehalten; ein Pflegestift ist dann der falsche Schritt.

Wo die Kosmetik aufhört

Körperpflege stärkt die Hautbarriere, behandelt aber keine Erkrankungen. Warzen etwa sind viral bedingt; dasselbe gilt für Stellen, die nicht abheilen, und für Muttermale, die sich in Form oder Farbe verändern. All das gehört ärztlich angesehen.

Häufige Fragen

Wie oft und wie lange sollte man duschen?

Für die Haut gilt: kurz und lauwarm ist besser als lang und heiss, weil Wärme und Tenside den schützenden Fettfilm lösen. Täglich duschen ist unproblematisch, wenn dabei nicht der ganze Körper eingeseift wird — Achseln, Füsse und Leiste genügen meist. Wichtiger als die Häufigkeit ist, danach einzucremen.

Was hilft bei trockener, juckender Haut?

Rezepturen, die Feuchtigkeit binden und gleichzeitig rückfetten — Glycerin oder Urea zusammen mit pflegenden Ölen und Buttern, ergänzt um beruhigendes Panthenol. Aufgetragen wird direkt nach dem Duschen auf die noch feuchte Haut. Bleibt der Juckreiz oder kommt er immer wieder, gehört die Ursache dermatologisch abgeklärt.

Wie viel Sonnenschutz braucht man wirklich?

Deutlich mehr, als die meisten auftragen: Für den ganzen Körper eines Erwachsenen sind 3 bis 4 Esslöffel nötig, sonst wird der angegebene Lichtschutzfaktor nicht erreicht. Nachgecremt wird nach dem Baden, nach dem Abtrocknen und nach starkem Schwitzen — auch bei wasserfesten Produkten.

Was hilft gegen Wundscheuern?

Ein Produkt, das die Reibung verringert — vorbeugend aufgetragen, bevor die Stelle gereizt ist. Für Oberschenkel, Achseln und den Bereich unter der Brust eignen sich Sticks, für den Sitzbereich beim Radfahren eine Creme, für die Füsse ein Hautschutzstick oder ein Balsam. Aufgetragen wird auf saubere, trockene Haut vor der Belastung. Ist die Haut bereits offen, sollte sie sauber und trocken bleiben und nicht weiter belastet werden.

Lotion, Creme oder Öl — was ist der Unterschied?

Vor allem der Fettanteil. Lotionen sind leicht, ziehen schnell ein und eignen sich für den Sommer und grosse Flächen. Cremes enthalten mehr Fett und sind im Winter oder bei sehr trockener Haut sinnvoll. Öle rückfetten stark, binden aber selbst kaum Feuchtigkeit — auf feuchter Haut aufgetragen wirken sie deutlich besser als auf trockener.

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