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Nagellackentferner


Welcher Entferner der richtige ist, entscheidet der Lack. Klassischer Nagellack löst sich auch mit acetonfreien Produkten, die milder zu Nagel und Nagelhaut sind, aber etwas länger brauchen. UV- und Gellack lösen sich nur mit Aceton — dort führt kein Weg daran vorbei.

Dazu kommen Hilfsmittel, die das Einweichen erleichtern: Clips für Finger und Zehen, ein Entfernungswerkzeug und Korrekturstifte für saubere Ränder.

Nagellackentferner mit und ohne Aceton

Nagellackentferner

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Aceton oder acetonfrei?

Aceton ist das wirksamste Lösungsmittel für Nagellack und zugleich das aggressivste: Es löst schnell, entzieht Nagel und Nagelhaut aber auch Fett und Feuchtigkeit. Acetonfreie Entferner arbeiten meist mit milderen Estern. Sie brauchen länger und mehr Reibung, hinterlassen den Nagel dafür weniger ausgetrocknet.

Für den Alltag mit klassischem Lack ist acetonfrei die schonendere Wahl. Bei sehr dunklen Pigmenten oder Glitterlacken zeigt sich der Unterschied allerdings deutlich — dort ist ein acetonhaltiger Entferner am Ende schonender, weil weniger gerubbelt werden muss.

Warum Gellack Aceton braucht

Ausgehärteter UV- oder Gellack ist kein trocknender Film, sondern ein vernetztes Polymer. Acetonfreie Entferner kommen dagegen nicht an — der Lack bleibt einfach liegen. Nötig ist Aceton in Kombination mit Zeit: einweichen, nicht abkratzen.

Genau dafür gibt es die Hilfsmittel in dieser Kategorie. Clips für Finger und Zehen halten getränkte Pads an Ort und Stelle, ohne dass Sie Folie wickeln müssen. Ein 3-in-1-Cleanser übernimmt gleich mehrere Aufgaben: Er entfernt die klebrige Schwitzschicht nach dem Aushärten, entfettet den Nagel vor dem Auftragen und reinigt Pinsel.

Technik: einweichen statt reiben

Der häufigste Fehler ist Reiben. Wer mit dem Pad über den Nagel schrubbt, verteilt Pigmente auf Haut und Nagelrand und laugt die Nagelplatte aus.

Besser: Pad tränken, auflegen, 10 bis 20 Sekunden liegen lassen und den gelösten Lack dann in einer Bewegung vom Nagelbett zur Spitze abziehen. Bei dunklen Farben für jeden Nagel eine frische Stelle des Pads verwenden. Reste am Nagelrand nimmt ein Korrekturstift sauberer weg als ein weiterer Durchgang mit dem Pad.

Was danach gehört

Nach dem Entfernen sind Nagel und Nagelhaut entfettet — das ist der Moment für Nagelöl. Ein Tropfen in den Nagelfalz, kurz einmassieren, fertig.

Wenn direkt neu lackiert wird, gilt die umgekehrte Reihenfolge: erst lackieren, dann ölen. Öl auf dem Nagel verhindert, dass der neue Lack hält.

Ein Hinweis zur Anwendung: Entferner gehören nicht auf gereizte oder eingerissene Haut, und der Raum sollte belüftet sein. Marken in dieser Kategorie sind unter anderem ORLY, LCN und RENATUR.

Häufige Fragen

Aceton oder acetonfrei — was ist besser?

FĂĽr klassischen Nagellack ist acetonfrei die schonendere Wahl, weil Nagel und Nagelhaut weniger austrocknen. Bei dunklen oder glitzernden Lacken ist ein acetonhaltiger Entferner am Ende freundlicher zum Nagel, weil deutlich weniger gerieben werden muss. FĂĽr UV- und Gellack fĂĽhrt kein Weg an Aceton vorbei.

Warum löst sich mein Gellack mit acetonfreiem Entferner nicht?

Weil ausgehärteter Gellack kein trocknender Film ist, sondern ein vernetztes Polymer. Nur Aceton bringt ihn zum Aufquellen, und dafür braucht es Zeit: Pads tränken, mit Clips fixieren, 10 bis 15 Minuten einweichen und die gelöste Schicht sanft abschieben — nie abkratzen.

Wie entferne ich dunklen Lack, ohne die Haut zu verfärben?

Pad auflegen, kurz einwirken lassen und den Lack in einer Bewegung vom Nagelbett zur Spitze abziehen, statt hin und her zu reiben. Für jeden Nagel eine frische Stelle des Pads verwenden. Farbreste am Nagelrand nimmt ein Korrekturstift präziser weg.

Wozu dient ein Cleanser?

Ein Cleanser übernimmt bei der Arbeit mit UV-Lacken drei Aufgaben: Er nimmt nach dem Aushärten die klebrige Schwitzschicht ab, entfettet den Nagel vor dem Auftragen und reinigt Pinsel. Für das Entfernen von ausgehärtetem Gellack ist er nicht gedacht — dafür braucht es einen Spezialentferner.

Wie schone ich meine Nägel beim Entfernen?

Einweichen statt reiben, nicht öfter als nötig entfernen und danach immer ölen. Der Nagel selbst besteht aus abgestorbenen Hornzellen — was leidet, ist der Fettfilm der Nagelplatte und die Nagelhaut. Beides lässt sich mit einem Tropfen Öl in wenigen Sekunden wieder ausgleichen.

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