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Fusspeeling


Fusspeelings gibt es in zwei Formen. Mechanische Peelings mit feiner Lavaerde oder Meersalz lösen Hautschüppchen beim Einmassieren und werden anschliessend abgewaschen — sie eignen sich für die regelmässige Pflege. Peelingsocken arbeiten stattdessen mit Fruchtsäuren, wirken 30 bis 60 Minuten ein, und die Hornhaut löst sich erst in den Tagen danach.

Für empfindliche Haut ist das mechanische Peeling die mildere Variante.

Peelings mit Lavaerde oder Fruchtsäure

Fusspeeling

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Mechanisch oder mit Fruchtsäure: der Unterschied

Ein mechanisches Peeling enthält feine Partikel — natürliche Lavaerde oder Meersalzkristalle —, die beim Einmassieren abgestorbene Hautschüppchen lösen. Die Wirkung setzt sofort ein, bleibt oberflächlich und lässt sich gut steuern. Pflegeöle wie Mandel- oder Jojobaöl verhindern, dass die Haut dabei austrocknet; manche Peelings sind so ölreich, dass sie zugleich wie ein Pflegeprodukt wirken. Zertifizierte Naturkosmetik mit Lavaerde führt Peclavus, ölreiche Meersalzpeelings LCN.

Peelingsocken funktionieren völlig anders. Sie enthalten Fruchtsäuren wie Milch- und Glykolsäure, dazu meist Salicylsäure und Urea. Die Socken werden angezogen und wirken 30 bis 60 Minuten ein. Danach passiert zunächst sichtbar nichts — erst nach vier bis sechs Tagen beginnt sich die Hornhaut in Schuppen abzulösen, und dieser Vorgang zieht sich über ein bis zwei Wochen. Wer zu einem bestimmten Termin gepflegte Füsse möchte, plant das entsprechend früh ein. Peelingsocken kommen überwiegend aus der koreanischen Kosmetik, etwa von A’pieu und Frudia.

Wie oft und wie stark?

Ein mechanisches Peeling verträgt die Haut ein- bis zweimal pro Woche. Häufiger ist nicht besser: Die Hornschicht hat eine Schutzfunktion, und auf zu häufiges Abtragen reagiert die Haut, indem sie verstärkt nachbildet.

Die Intensität lässt sich einfach steuern. Auf trockener Haut angewendet, wirkt ein Peeling deutlich kräftiger; auf angefeuchteter Haut milder. An verhornten Stellen an Ferse und Ballen darf kräftiger massiert werden, über dem Fussrücken und an den Zehen genügt sanfter Druck — die Haut ist dort deutlich dünner.

Peelingsocken sind der stärkere Eingriff und eher eine Kur als eine Routine. Sinnvoll sind sie, wenn sich über längere Zeit viel Hornhaut aufgebaut hat. Zwischen zwei Anwendungen sollten mehrere Wochen liegen.

Wann kein Peeling angewendet werden sollte

Auf verletzter, entzündeter oder offen rissiger Haut hat ein Peeling nichts zu suchen. Für Peelingsocken schliessen die Hersteller die Anwendung bei Verletzungen, Ekzemen und Neurodermitis ausdrücklich aus.

Bei Diabetes ist Zurückhaltung angebracht, besonders bei fruchtsäurehaltigen Peelingsocken: Ist das Empfinden in den Füssen herabgesetzt, wird eine Reizung womöglich zu spät bemerkt. Hier ist die podologische Fusspflege der sichere Weg. Dasselbe gilt bei verdickten oder verfärbten Nägeln und bei tiefen, schmerzhaften Schrunden — das gehört abgeklärt, nicht abgetragen.

Was nach dem Peeling kommt

Ein mechanisches Peeling wird mit lauwarmem Wasser abgespült; ein Fussbad im Anschluss löst die Partikel und beruhigt die Haut. Auf der frisch gepeelten Haut ziehen Pflegeprodukte besser ein — deshalb folgt direkt danach eine Fusscreme, ein Fussschaum oder eine Pflegemaske, wie sie etwa the SAEM anbietet. Die Zehenzwischenräume dabei aussparen.

Ein Peeling allein hält nicht lange vor. Es trägt ab, was schon da ist, ändert aber nichts an der Ursache: Hornhaut entsteht als Reaktion auf Druck und Reibung. Wer die Ursache mitangeht — passende Schuhe, tägliche Pflege, bei Bedarf Einlagen —, muss deutlich seltener peelen.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man die Füsse peelen?

Ein mechanisches Peeling ein- bis zweimal pro Woche. Häufiger ist nicht besser, weil die Hornschicht eine Schutzfunktion hat und auf zu häufiges Abtragen mit verstärkter Neubildung reagiert. Peelingsocken mit Fruchtsäure sind eine Kur und sollten nur alle paar Wochen angewendet werden.

Peelingsocken oder Hornhautfeile?

Beides trägt Hornhaut ab, aber unterschiedlich. Eine Feile wirkt sofort und punktgenau und eignet sich für einzelne verhornte Stellen. Peelingsocken wirken flächig und zeitversetzt über mehrere Tage — bequemer bei grossflächig verhornten Sohlen, aber weniger steuerbar. Feilen finden Sie unter Feilen.

Wie lange dauert es, bis sich die Hornhaut nach Peelingsocken löst?

Direkt nach der Anwendung passiert sichtbar nichts. Etwa vier bis sechs Tage später beginnt sich die Haut in Schuppen abzulösen, der Vorgang zieht sich über ein bis zwei Wochen. Die Haut in dieser Zeit nicht abziehen, sondern eincremen und den Prozess von selbst laufen lassen.

Sind Fusspeelings bei Diabetes geeignet?

Fruchtsäurehaltige Peelingsocken sind bei Diabetes nicht zu empfehlen, besonders wenn das Empfinden in den Füssen herabgesetzt ist — eine Reizung wird dann womöglich zu spät bemerkt. Milde mechanische Peelings sind eher möglich, aber nur vorsichtig und nie auf verletzter Haut. Im Zweifel ist die podologische Fusspflege der sichere Weg.

Warum kommt die Hornhaut immer wieder?

Hornhaut ist eine Schutzreaktion auf Druck und Reibung. Solange die Ursache besteht — enge oder zu weite Schuhe, Fehlbelastung, langes Stehen —, bildet sie sich nach. Ein Peeling trägt ab, was vorhanden ist; die Häufigkeit sinkt erst, wenn Schuhwerk und tägliche Pflege mitziehen.

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