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Gellack


Gellack wird aufgetragen wie Nagellack, härtet aber unter einer LED- oder UV-Lampe aus und hält dadurch an Fingernägeln rund 3 Wochen ohne Absplittern. Mit Gelnägeln hat er nichts zu tun: Die Nagelplatte wird nicht aufgebaut, nur beschichtet.

Nötig sind Unterlack, Farbe, Überlack und eine passende Lampe. Entfernt wird die Schicht am Ende durch Einweichen mit Aceton, nie durch Abheben — das kostet sonst obere Nagelschichten.

Gellack zum Aushärten unter LED

Gellack

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Wie eine Gellack-Maniküre abläuft

Gellack ist ein System aus aufeinander abgestimmten Schichten, kein einzelnes Produkt. Auf den vorbereiteten, entfetteten Nagel kommt zuerst der Unterlack, der 30 Sekunden unter der LED-Lampe aushärtet. Danach folgen zwei dünne Farbschichten mit je 30 Sekunden Aushärtung; dunkle und stark pigmentierte Töne brauchen bis zu 60 Sekunden. Den Abschluss macht der Überlack.

Ein Detail, das viele überrascht: Nach dem Aushärten bleibt bei den meisten Überlacken eine klebrige Schicht zurück, die sogenannte Schwitzschicht. Sie wird mit einem fusselfreien Tuch und Cleaner abgenommen — das ist kein Fehler, sondern gehört zum Prozess. Überlacke ohne Schwitzschicht ersparen diesen Schritt.

Haltbarkeit und Nacharbeiten

An Fingernägeln hält Gellack rund 3 Wochen, an Fussnägeln deutlich länger, weil die Nägel langsamer wachsen. Sichtbar wird das Ende nicht am Glanz, sondern am nachgewachsenen Rand an der Nagelwurzel.

Für die Zwischenzeit gibt es einen praktischen Kniff: Ein normaler Nagellack lässt sich direkt über die ausgehärtete Gellackschicht auftragen, wenn Sie zwischendurch eine andere Farbe möchten. Entfernt wird er anschliessend mit acetonfreiem Entferner, damit die Gellackschicht darunter unbeschädigt bleibt.

Richtig entfernen

Das ist der Punkt, an dem die meisten Nägel Schaden nehmen — nicht durch den Gellack selbst, sondern durch das Abheben. Wer die Schicht abpult oder mit dem Fingernagel anhebt, reisst obere Hornzellschichten des Nagels mit ab. Der Nagel wird dünn, weich und splittert wochenlang.

Richtig ist das Einweichen: Die glänzende Oberfläche des Überlacks leicht anrauen, mit acetongetränkten Pads und Folie oder Klammern einpacken, 10 bis 15 Minuten einwirken lassen und die aufgequollene Schicht dann sanft abschieben. Was sich nicht löst, bekommt eine zweite Runde statt Kraft. Danach gehört Öl in den Nagelfalz. Passendes finden Sie unter Nagelpflege und Nagellackentferner.

Inhaltsstoffe: HEMA, Di-HEMA und das TPO-Verbot

Bei UV-härtenden Produkten lohnt der Blick auf die Rezeptur mehr als bei jedem anderen Nagelprodukt. Zwei Punkte sind dabei relevant:

HEMA und Di-HEMA sind Acrylate, die für Haftung sorgen, aber zu den häufigsten Auslösern von Kontaktallergien im Nagelbereich zählen — vor allem, wenn nicht ausgehärtetes Material auf die Haut gelangt. Rezepturen ohne diese beiden Stoffe sind deshalb für empfindliche Anwenderinnen die ruhigere Wahl, und sauberes Arbeiten am Nagelrand ist bei jedem Produkt wichtig.

TPO, ein Photoinitiator, der das Aushärten unter Licht auslöst, ist in der Schweiz und in der EU seit dem 1. September 2025 in kosmetischen Mitteln verboten. Grund ist die Einstufung als CMR-Stoff der Kategorie 1B, also als fortpflanzungsgefährdend. Produkte, die heute verkauft werden dĂĽrfen, arbeiten mit anderen Photoinitiatoren; das Filterattribut „TPO frei“ macht das sichtbar. Wenn Sie noch ältere Bestände zu Hause haben, gehören sie nicht mehr in die Anwendung.

Wann Gellack nicht die richtige Wahl ist

Auf entzündeter Nagelhaut, bei offenen Stellen am Nagelfalz oder bei Nägeln, die sich ablösen, verdickt oder verfärbt sind, sollte nicht beschichtet werden — die Veränderung verschwindet unter der Farbe aus dem Blick, statt abgeklärt zu werden. Wer nach dem Auftragen Juckreiz, Rötung oder Bläschen an den Fingerkuppen bemerkt, sollte die Anwendung beenden und die Ursache ärztlich abklären lassen; das können erste Zeichen einer Acrylatallergie sein.

Für die schnelle Farbe zwischendurch und für alle, die häufig wechseln, ist ein Nagellack ohnehin praktischer.

Häufige Fragen

Wie lange hält Gellack?

An Fingernägeln rund 3 Wochen, an Fussnägeln deutlich länger, weil die Nägel langsamer wachsen. Das Ende zeigt sich am nachgewachsenen Rand an der Nagelwurzel, nicht am Glanz. Wer die Farbe zwischendurch wechseln möchte, kann normalen Nagellack darüber auftragen und ihn mit acetonfreiem Entferner wieder abnehmen.

Wie entferne ich Gellack, ohne den Nagel zu schädigen?

Nie abheben oder abpulen — dabei reissen obere Hornzellschichten des Nagels mit ab. Stattdessen die Oberfläche leicht anrauen, mit acetongetränkten Pads einpacken, 10 bis 15 Minuten einweichen und die aufgequollene Schicht sanft abschieben. Was sich nicht löst, braucht eine zweite Runde, keine Kraft.

Was ist TPO und warum ist es verboten?

TPO ist ein Photoinitiator, der das Aushärten unter UV- oder LED-Licht auslöst. In der Schweiz und in der EU ist er seit dem 1. September 2025 in kosmetischen Mitteln verboten, weil er als fortpflanzungsgefährdender Stoff der Kategorie 1B eingestuft wurde. Heute verkaufte Produkte arbeiten mit anderen Photoinitiatoren.

Brauche ich eine UV- oder eine LED-Lampe?

Eine Lampe brauchen Sie in jedem Fall — ohne Licht der passenden Wellenlänge bleibt Gellack flüssig. Die meisten Geräte sind heute Kombilampen, die beide Bereiche abdecken; LED härtet schneller aus, UV deckt ein breiteres Spektrum an Produkten ab. Für dieses Sortiment gelten 30 Sekunden je Schicht und bis zu 60 Sekunden bei dunklen Farben. Eine passende LED-UV-Lampe finden Sie unter Zubehör & Basics.

Was ist der Unterschied zwischen Gellack und Gelnägeln?

Gellack ist eine dünne Beschichtung des Naturnagels, die unter der Lampe aushärtet und durch Einweichen wieder abgeht. Bei Gelnägeln wird die Nagelplatte mit Material aufgebaut, verlängert und gefeilt — das ist Modellage und braucht in der Regel ein Studio. Gelnägel und Modellage führen wir nicht.

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