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Gesichtspflege für Männer


Männerhaut ist im Durchschnitt dicker, produziert mehr Talg und zeigt Alterungszeichen später — dann aber deutlicher. Der grössere Unterschied in der Pflege ist jedoch nicht die Haut, sondern die Rasur: Sie trägt bei jedem Zug Hornschicht mit ab und reizt.

Eine sinnvolle Routine besteht deshalb aus drei Schritten: reinigen, rasieren, beruhigen. Dazu kommen Bartpflege und Produkte für die Augenpartie.

Reinigung, Rasur und Pflege für Männerhaut

Gesichtspflege für Männer

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Unterscheidet sich Männerhaut wirklich?

In Teilen ja. Durch den höheren Androgenspiegel ist sie im Mittel dicker und talgreicher, die Poren sind grösser, und sie neigt länger zu Unreinheiten. Sichtbare Falten treten später auf, dann aber ausgeprägter.

Praktisch heisst das: leichtere Texturen reichen häufig, und mattierende oder erfrischende Rezepturen werden als angenehmer empfunden als reichhaltige Cremes.

Zugleich sind diese Unterschiede Durchschnittswerte. Wer trockene oder empfindliche Haut hat, braucht dieselbe Pflege wie alle anderen mit trockener oder empfindlicher Haut — das Etikett auf der Packung ändert daran nichts.

Die Rasur ist der eigentliche Belastungsfaktor

Wer sich täglich rasiert, führt jeden Tag ein mechanisches Peeling durch. Die Klinge nimmt nicht nur Haar ab, sondern auch die obersten Hornschichten. Das erklärt Spannungsgefühl, Rötung und Brennen danach.

Drei Dinge helfen zuverlässig: die Haut vorher anfeuchten und aufweichen, ein Gel oder Schaum als Gleitschicht statt trockener Rasur, und danach eine beruhigende, alkoholarme Pflege.

Klassische alkoholhaltige Rasierwasser desinfizieren zwar, brennen aber und entziehen der ohnehin gereizten Haut Feuchtigkeit. Gele auf Wasserbasis sind hier die mildere Wahl.

Rasieren Sie in Wuchsrichtung, wenn Sie zu eingewachsenen Haaren neigen. Gegen den Strich wird es glatter, aber die Haarspitze wird unter Hautniveau gekappt und wächst häufiger ein.

Wiederkehrende, entzündliche Knötchen im Bartbereich, die nicht abheilen, sind allerdings kein Pflegethema mehr. Eine hartnäckige Rasurfollikulitis gehört ärztlich abgeklärt.

Bartpflege

Ein Bart braucht weniger Pflege als der Bartträger meist annimmt, aber die Haut darunter braucht sie sehr wohl. Sie wird schlechter belüftet, spannt und schuppt.

Bartöle und -seren haben eine doppelte Aufgabe: Sie machen das Haar geschmeidiger und weniger kratzig und versorgen zugleich die Haut darunter. Wenige Tropfen in den Handflächen verteilen und gegen die Wuchsrichtung einarbeiten, damit das Öl bis zur Haut gelangt.

Eine einfache Routine

Morgens reinigen, rasieren, beruhigen, eincremen. Abends reinigen und eincremen. Ein Peeling ein- bis zweimal pro Woche — aber nicht am Rasurtag, das ist doppelt.

Wer mehr möchte, ergänzt Augenpflege und ein Serum. Notwendig ist beides nicht.

Die Marken in dieser Kategorie sind Natura Siberica und Peclavus.

Häufige Fragen

Braucht Männerhaut eine andere Pflege?

Teilweise. Sie ist im Mittel dicker und talgreicher, leichtere Texturen reichen deshalb oft aus. Entscheidend ist aber der eigene Hautzustand, nicht das Geschlecht — wer trockene Haut hat, braucht reichhaltige Pflege, egal was auf der Packung steht.

Was hilft gegen Rasurbrand?

Die Haut vorher anfeuchten, mit Gel oder Schaum statt trocken rasieren und danach eine alkoholarme, beruhigende Pflege auftragen. Klassische alkoholhaltige Rasierwasser brennen und trocknen die gereizte Haut zusätzlich aus.

Was tun gegen eingewachsene Barthaare?

In Wuchsrichtung rasieren statt dagegen. Gegen den Strich wird die Haarspitze unter Hautniveau gekappt und wächst häufiger ein. Regelmässiges, mildes Peeling hilft zusätzlich. Wiederkehrende entzündliche Knötchen sollten ärztlich abgeklärt werden.

Wie pflegt man einen Bart richtig?

Wichtiger als das Barthaar ist die Haut darunter — sie wird schlechter belüftet und neigt zu Spannen und Schuppen. Wenige Tropfen Bartöl in den Handflächen verteilen und gegen die Wuchsrichtung einarbeiten, damit es bis zur Haut gelangt.

Reicht eine Creme für Gesicht und Hände?

Für den Alltag ja, es gibt Produkte, die für beides ausgewiesen sind. Handhaut hält allerdings mehr aus und wird häufiger gewaschen — bei stark beanspruchten Händen ist eine eigene Handcreme die bessere Wahl.

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