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Retinol


Retinol wirkt auf die Zellerneuerung und ist der Wirkstoff mit der besten Datenlage bei feinen Linien und ungleichmässiger Hautstruktur. Er verlangt dafür Geduld und Vorsicht: abends anwenden, langsam einschleichen, tagsüber Sonnenschutz.
Retinol als Makroaufnahme, goldgelbes Öl

Eigenschaften

  • Wirkt auf die Zellerneuerung
  • Beste Datenlage bei feinen Linien
  • Verfeinert die Hautstruktur
  • Der Wirkstoff für die Abendpflege

INCI-Bezeichnungen

  • Retinol
  • Retinyl Palmitate
  • Retinal

Retinol ist der Wirkstoff, bei dem sich Wirksamkeit und Vorsicht die Waage halten. Kaum ein anderer ist so gut untersucht — und kaum einer wird so häufig falsch angewendet.

Wie Retinol wirkt

Retinol ist ein Abkömmling von Vitamin A. In der Haut wird es in mehreren Schritten umgewandelt, bis am Ende Retinsäure entsteht — erst diese Form wirkt tatsächlich auf die Zellerneuerung.

Daraus folgt eine Reihenfolge der Stärke: Retinylester wie Retinyl Palmitate sind die mildeste Form, weil sie am weitesten vom Wirkstoff entfernt sind. Retinol liegt in der Mitte. Retinal ist nur einen Schritt entfernt und wirkt entsprechend stärker.

Einschleichen statt loslegen

Wer neu beginnt, fängt mit 2 bis 3 Anwendungen pro Woche an und steigert über Wochen. Die Haut braucht diese Gewöhnung.

Leichte Schuppung und ein rauheres Hautgefühl in den ersten Wochen sind bekannt und gehen zurück. Anhaltendes Brennen, deutliche Rötung oder spannende, gereizte Haut sind dagegen das Zeichen, einen Schritt zurückzugehen — seltener anwenden oder eine mildere Form wählen.

Abends, und tagsüber mit Sonnenschutz

Retinol erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut. Es gehört deshalb in die Abendroutine, und am Tag danach ist Sonnenschutz sinnvoll.

Mit Vitamin C lässt es sich kombinieren, aber besser zeitlich getrennt: Vitamin C am Morgen, Retinol am Abend. Gleichzeitig aufgetragen reagiert empfindliche Haut häufig mit Reizung.

Worauf Sie achten sollten

In Schwangerschaft und Stillzeit werden Retinoide üblicherweise gemieden. Wenn das auf Sie zutrifft, klären Sie die Anwendung vorher ärztlich ab.

Wer verschreibungspflichtige Hautpräparate verwendet, bespricht die Kombination ebenfalls besser vorher.

Nicht gleichzeitig mit starken Säuren oder Peelings anwenden — das ist für die Haut zu viel auf einmal.

Was Sie erwarten dürfen

Sichtbare Veränderungen brauchen Zeit. Die Oberhaut erneuert sich etwa alle 4 Wochen; vor 8 bis 12 Wochen regelmässiger Anwendung ist wenig zu beurteilen.

Und: Retinol wirkt auf feine Linien und die Hautstruktur. Tiefe Falten verändert es nicht.

Häufige Fragen

Wie fange ich mit Retinol an?

Mit 2 bis 3 Anwendungen pro Woche, abends, und dann über Wochen steigern. Leichte Schuppung am Anfang ist bekannt. Anhaltendes Brennen ist ein Zeichen, zurückzugehen.

Warum nur abends?

Retinol erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut. Abends angewendet und tagsüber mit Sonnenschutz kombiniert, ist das kein Problem.

Retinol und Vitamin C zusammen?

Möglich, aber empfindliche Haut reagiert oft mit Reizung. Bewährt hat sich die Aufteilung: Vitamin C am Morgen, Retinol am Abend.

Retinol in der Schwangerschaft?

Retinoide werden in Schwangerschaft und Stillzeit üblicherweise gemieden. Klären Sie die Anwendung vorher ärztlich ab.

Wann sieht man etwas?

Nach 8 bis 12 Wochen regelmässiger Anwendung. Die Oberhaut erneuert sich etwa alle 4 Wochen — vorher ist wenig zu beurteilen.
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