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Gesichtspflege


Gesichtspflege wirkt vor allem über zwei Dinge: die Reihenfolge und die Regelmässigkeit. Gereinigt wird morgens und abends, danach folgen die Produkte von dünnflüssig nach reichhaltig — Serum vor Creme. Welche Wirkstoffe sinnvoll sind, hängt vom Hautzustand ab: Feuchtigkeit bei trockener Haut, beruhigende Rezepturen bei empfindlicher, klärende bei unreiner Haut.

Sichtbar wird die Veränderung selten in Tagen, sondern über Wochen — die Oberhaut erneuert sich etwa alle vier Wochen.

Reinigung, Serum, Creme und Sonnenschutz

Gesichtspflege

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Die Reihenfolge

Die Regel ist einfach: von dünnflüssig nach reichhaltig. Was zuerst kommt, zieht ein; was zuletzt kommt, schliesst ab.

Morgens: milde Reinigung, danach ein Serum, darüber eine Feuchtigkeitscreme — und als letzter Schritt Sonnenschutz. Wenn Sie von der ganzen Routine nur eines beibehalten wollen, dann diesen letzten Schritt: Lichtschutz ist die am besten belegte Massnahme gegen vorzeitige Hautalterung.

Abends: gründlicher reinigen, um Sonnenschutz, Make-up und Tagesrückstände zu entfernen, danach Wirkstoffpflege und eine reichhaltigere Creme.

Ein bis zwei Mal pro Woche ergänzen ein Peeling oder eine Maske die Routine — mehr braucht die Haut nicht, und mehr verträgt sie oft auch nicht.

Wirkstoffe, nüchtern eingeordnet

  • Hyaluronsäure bindet Wasser in der obersten Hautschicht. Sie wirkt sofort und oberflächlich. Wichtig: Auf ein Hyaluron-Serum gehört eine Creme, sonst kann die gebundene Feuchtigkeit bei trockener Luft wieder verdunsten.
  • Vitamin C ist ein Antioxidans und wird meist morgens eingesetzt. Es ist licht- und luftempfindlich, weshalb dunkle oder luftdichte Verpackungen kein Marketing sind.
  • Retinol gehört zu den am besten untersuchten Wirkstoffen für Hautbild und Falten — und ist zugleich der, der am ehesten reizt. Abends anwenden, langsam einschleichen, tagsüber unbedingt Sonnenschutz. In Schwangerschaft und Stillzeit wird davon abgeraten.
  • Niacinamid ist vergleichsweise gut verträglich und lässt sich mit den meisten anderen Wirkstoffen kombinieren.
  • Propolis, Aloe und Heilkreide stehen in der pflegenden Tradition. Hier steht die Hautverträglichkeit im Vordergrund, nicht ein dokumentierter Wirknachweis — das ist ein Unterschied, den man kennen sollte.

Bei Retinol lohnt der Blick auf die Konzentrationsangabe: Höher heisst hier nicht besser, sondern vor allem reizempfindlicher. Wer damit beginnt, fängt niedrig an und steigert nur, wenn die Haut ruhig bleibt.

Koreanische Kosmetik: was dahintersteckt

Ein grosser Teil des Sortiments kommt aus Südkorea. Der Ansatz unterscheidet sich weniger in den Wirkstoffen als in der Denkweise: mehrere leichte Schichten statt einer schweren, Fokus auf Feuchtigkeit und Hautbarriere, und Prävention statt Korrektur.

Praktisch heisst das leichtere Texturen, häufigere Anwendung von Masken und eine Routine mit mehr Schritten. Wer das nicht möchte, kommt mit Reinigung, Serum, Creme und Sonnenschutz genauso weit — die Zahl der Schritte ist kein Qualitätsmerkmal.

Empfindliche und unreine Haut

Für empfindliche und zu Rötungen neigende Haut gilt: wenige Produkte, milde Reinigung, duftstofffreie Rezepturen und keine zwei neuen Produkte gleichzeitig. Wer alles auf einmal wechselt, weiss bei einer Reaktion nicht, woran es lag. Naturkosmetik mit NCS- oder Natrue-Kennzeichnung finden Sie unter anderem bei CMD Naturkosmetik.

Bei unreiner Haut hilft eine ruhige Routine mehr als eine aggressive: milde Reinigung, nicht mehrmals täglich waschen, nicht ausdrücken, und Wirkstoffe einzeln einführen. Zu häufiges Entfetten führt oft zum Gegenteil dessen, was man erreichen möchte.

Wo die Kosmetik aufhört

Akne mit entzündeten Knoten, Rosazea, Ekzeme, Schuppenflechte und plötzliche Hautveränderungen sind Erkrankungen und gehören dermatologisch abgeklärt. Kosmetik kann das Hautbild unterstützen und die Barriere stärken, eine Behandlung ersetzt sie nicht.

Ebenso gilt: Ein Muttermal, das sich verändert, gehört ärztlich angesehen — unabhängig davon, wie gut die Pflegeroutine ist.

Häufige Fragen

In welcher Reihenfolge trage ich Gesichtspflege auf?

Von dünnflüssig nach reichhaltig: Reinigung, Serum, Creme — und morgens als letzter Schritt Sonnenschutz. Abends entfällt der Sonnenschutz, dafür wird gründlicher gereinigt. Peeling oder Maske ergänzen die Routine ein- bis zweimal pro Woche.

Was bringt ein Serum zusätzlich zur Creme?

Ein Serum ist dünnflüssiger und höher konzentriert; es bringt Wirkstoffe in die oberen Hautschichten. Die Creme darüber schliesst ab und verhindert, dass Feuchtigkeit verdunstet. Beides zusammen ergibt mehr als jedes für sich — besonders bei Hyaluronsäure, die ohne abschliessende Creme wenig bringt.

Worauf muss ich bei Retinol achten?

Abends anwenden, mit niedriger Konzentration und wenigen Anwendungen pro Woche beginnen und tagsüber konsequent Sonnenschutz verwenden. Reagiert die Haut mit Rötung oder Schuppung, sind die Abstände zu kurz oder die Konzentration zu hoch. In Schwangerschaft und Stillzeit wird von Retinol abgeraten.

Was hilft bei unreiner Haut?

Eine ruhige, gleichbleibende Routine: milde Reinigung morgens und abends, nicht öfter, keine aggressiven Peelings, nicht ausdrücken und neue Wirkstoffe einzeln einführen. Zu häufiges Entfetten kann die Talgproduktion sogar anregen. Bei entzündeter Akne mit Knoten gehört die Behandlung in dermatologische Hände.

Wie lange dauert es, bis Gesichtspflege wirkt?

Feuchtigkeit spürt man sofort, alles andere braucht Zeit. Die Oberhaut erneuert sich etwa alle vier Wochen, weshalb Wirkstoffe wie Retinol oder Vitamin C meist erst nach 8 bis 12 Wochen regelmässiger Anwendung sichtbar etwas verändern. Wer alle zwei Wochen das Produkt wechselt, sieht deshalb selten ein Ergebnis.

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